Bin ich wirklich die Person, die ich sein will, oder nur das Ergebnis von Allem, was mir passiert ist?
Diese Frage beschäftigt mich seit kurzem sehr und ich kämpfe sehr darum, eine Antwort zu finden, einen Weg, eine Richtung, in die ich mich entwickeln möchte. Die letzten Wochen und Monaten hat sich in meinem Leben Einiges geändert, kürzlich erst eine große Veränderung, die ich noch versuche zu realisieren, im Moment ist es eher, als würde ich in einem Traum und nicht in dieser neuen Realität leben. Es fällt mir schwer, mich da gerade wiederzufinden.
Meine Gedanken zu der Frage bisher sind, dass wir wahrscheinlich nie nur Eines von Beidem sind. Was uns passiert, formt uns, aber es liegt auch an uns selbst, was wir daraus machen und wie wir damit umgehen. Irgendwie bin ich ein Scherbenhaufen aus Erfahrungen, Momenten, die mich geprägt haben und Entscheidungen, die ich viel zu oft nicht selbst treffen durfte.... Und irgendwie bin ich ja schon das Ergebnis daraus. Vielleicht ist die Frage eher, wie ich daraus das formen kann, wer ich sein will?
Ich weiß, dass mir darauf niemand eine Antwort geben kann, wer ich bin und wer ich sein möchte / sollte. Das Leben wird mich weiter formen, es werden wieder Menschen kommen, die mich prägen, aber ist es nicht meine Wahl, ob ich mich darin dann wieder verliere? Wie entscheide ich, wer ich sein möchte, wie mein Leben aussehen soll? Zukunft war viele Jahre etwas, was nur im Morgen lag. Jetzt könnte es eine lange Zeit sein... Wie füllt man Zeit, die man davor nie gesehen hat?
Ist ab jetzt alles toll und schön? Nein, aber ich würde gerne umblättern, eine neue leere Seite vor mir und meine Geschichte ab jetzt selbst schreiben. Nur wo fange ich an?
Liebe Grüße
Girl
Hallo Girl,
wie konntest Du in meinem Urlaub gehen????? Eieiei....
Ich gehe mal davon aus, dass Du ab und an, zumindest die ersten paar Wochen, mal reinschaust. Deshalb schreibe ich Dir nochmal (von Herzen). Vielen Dank, dass wir Dich hier so lange begleiten durften. Wir können viel von Euch lernen und bei Dir gilt das besonders. Deine Postings haben ganz viele Menschen hier unterstützt und berührt. Du hast so kluge und einfühlsame Beiträge geschrieben, die werden uns allen sehr fehlen. Und was für schöne Abschiedsworte. Wir alle zusammen haben hier ein tolles Angebot erstellt, jeden Tag erhalten und erweitern wir es und Menschen wie Du haben große Spuren hinterlassen.
Dir wünsche ich das Allerbeste und jeden Tag gute Musik,
ganz viele liebe Grüße,
bke-Stephan
Liebe Girl,
ich hoffe, die Worte erreichen dich noch. Da bin ich einmal im Urlaub und dann gehst du - oh man oh man. Die ganze Woche habe ich überlegt, was ich dir für gute Worte mitgeben kann und dann habe ich es wieder verdrängt - denn unter uns: irgendwie will ich das gerade noch nicht so richtig wahr haben 😅
Hier im Forum waren deine Beiträge eine Bereicherung, deine tollen Zitate haben mich so manches mal zum Denken angeregt und Nachrichten von dir waren so schön konstruktiv! Du wolltest dich reflektieren, das habe ich stets gemerkt. In unserer Community hier wirst du eine riesen Lücke hinterlassen.
Und irgendwie hab ich im Gefühl, dass wir noch von dir lesen werden. In Zeitungen? In einem Buch? ich weiß es nicht wo. und vermutlich werden wir es auch nicht erfahren, weil du ja in echt nicht Girl heißt :D aber ich tröste mich mit dem Gedanken, dass es noch Verbindungen geben wird :)
Liebe Girl, bewahre dir deine Motivation, deine Wärme, deine Cleverness, deine Zugewandtheit, dein ehrliches Interesse, deine Kreativität und und und und....
Belle und ich werden dich vermissen!
Alles Liebe für dich!
bke-Betty
Liebe Girl,
auch ich bin froh, dass du dich nicht für einen stilles Verlassen der bke und des Jugendforums entschieden hast🙏. Klar, wäre auch absolut okay gewesen! Da wäre uns allerdings wirklich eine Menge verloren gegangen. Deine Worte erzeugen so viel Emotionen, sind so reflektiert und und laden regelrecht zu Reflexion ein. Sind ein Bauplan für Zuversicht. Und das alles zum Abschied hier..., als Abschiedsgeschenk😊. 41/2 Jahre, das ist ja wirklich ein nicht unerheblicher Teil deines Lebens, den du hier im unterschiedlichsten Austausch mit anderen Userinnen, Usern und uns Mods zugebracht hast. Vielen lieben Dank dafür, liebe Girl!
Ich wünsche dir viele gute und kreative Gedanken und Ideen wie auch dir wohlgesonnene Menschen an deiner Seite, beim Füllen der vielen noch unbeschriebenen Seiten in deinem weiteren Leben!
Mach's gut und alles Gute🍀,
bke-Lorenz
Guten Abend, liebe Girl -
ein größeres Lob als Abschiedsgruß auf die bke - community ist kaum denkbar.
Denn Du stellst es aus, obwohl der technische Umbruch doch dazu geführt hatte, dass erstmal ein paar Federn gelassen wurden.
Inzwischen hat sich vieles eingespielt, auch wenn die alte Gemütlichkeit von Manchen weiter vermisst wird.
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Vielleicht finden diese anerkennenden Worte (anonymisiert) ihren Weg, eine Werbung für die bke - online-Beratug zu sein.
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Und hoffentlich ermutigst Du die, die dabei(geblieben) sind, fortzufahren, am bke - Sound zu arbeiten, durch rege Beteiligung, Fragen, Mitdenken, Mitfühlen, Mit-Schweigen, Mit-Tragen - und: Ermutigen zu Schritten aus dunklen und beschwerten Gemütszuständen heraus.
Das geht, weil diese Zustände hier erlaubt sind und nicht einfach geplättet werden - obwohl wir Berater(Innen) so viel Gewicht auf die Stimme des Lebens und Lebenkönnens und Wiederaufstehens und Weitermachens legen. - Den Sinnlosigkeitsdrohungen also etwas entgegenzusetzen versuchen.
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Nun - Dein hier im Forum verzeichneter Weg schreibt dafür eine Geschichte und reiht sich insofern in eine Reihe anderer, aber ins Leben (Wohin führt mein Weg? ... dahin, dahin ...) führender Weggeschichten von Forumsteilnehmerinnen ein.
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Dafür Danke, liebe Girl!
Alles erdenklich Gute für Dich!
Und denen, die hier, auch im Forum, ihr "Wohin?" suchen: weiterhin Mut, Zutrauen und Tapferkeit.
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Lieben Gruß,
bke . Christian
Huhu liebe Girl!
Wow gebrüllt wie eine Löwin💪! Was bin ich froh, dass du dich nicht fürs stille Gehen entschieden hast👍!
Ich danke dir für deine Worte und vermisse es jetzt schon, wie du meine Bemerkungen über Kälteempfinden gepaart mit Puschelsocken „disst“😅. Das hat mich immer zum Grinsen gebracht😊!
Ich bewundere deine Art zu schreiben. Du hast eine Gabe die Gefühle, Gedanken und Emotionen wunderschön in die Worte zu verpacken! So kreativ wie du bist, kannst du vielleicht noch was Größeres damit machen?! Ein großes Danke schön auch an dich, deine Beiträge und Mitwirkung bei der bke-Onlineberatung! Es freut mich zu lesen, dass du viele positive Erinnerung mitnimmst und wir dich als großes bke-Team ein Stück begleiten durften.
Für deinen Neuanfang wünsche ich dir treue Begleiter, Mut, Zuversicht, Liebe und Glück!
Liebe Grüße
bke-Lana
Liebes Girl,
von Wronggirl zu Girl…
vom Neuanfang zum Abschied…
4 1/2 Jahre ist ein Abschnitt und deine Frage vom März greife ich hiermit gerne noch mal auf:
„Bin ich wirklich die Person, die ich sein will, oder nur das Ergebnis von Allem, was mir passiert ist?“
Du bist zu der geworden, die du heute bist! Und es geht weiter. Durch deine Erfahrungen, Begegnungen, Erkenntnisse, Bereitschaft dich zu verändern und dich mitzuteilen, etwas anzunehmen um dann weiter zu geben.
Du inspirierst mit deinen Worten! Herzlichen Dank dafür.
Deine Fähigkeit das in Worte zu fassen, was du bist und wie du es erlebst, macht dich aus. Eine Weile waren wir als Berater: innen an deiner Seite. Schön, dass du es so erlebt hast und etwas davon nehmen konntest. Wow! Danke dafür: für deinen Mut, für deine Weichheit, deine Weisheit, für deine Offenheit, für deine Wahrheit und für die Bereitschaft nicht einfach so zu verschwinden ohne etwas zu sagen. Das wäre schade. Danke, dass du dich doch hier gezeigt hast und so viel mit anderen geteilt hast.
Ich wünsche dir neue Abschnitte, neue Begegnungen, Inspiration und Selbstakzeptanz.
Und danke Dir besonders für deine Rückmeldung an unsere virtuellen Beratungsstelle. Das nehmen wir total gerne!
Alles Gute Dir, Girl.
Sei herzlich gegrüßt von
bke-Kira
Hallo ihr Lieben,
Lange habe ich darüber nachgedacht, ob und in welcher Form ich diesen Beitrag verfassen möchte. Ich bin ehrlich, die Versuchung, einfach zu "verschwinden", war manchmal schon sehr groß 😅... Es wäre definitiv der einfachere Weg gewesen. Aber richtig angefühlt hat es sich nicht. Ich bin überhaupt keine Freundin von Abschieden, sie fallen mir, wie Vielen bestimmt auch, nicht leicht. Aber vielleicht geht es im Leben auch genau darum. Aktiv immer wieder die Entscheidung zu treffen, einen Weg zu gehen, obwohl ein Anderer leichter gewesen wäre. Oder eben nicht immer das zu vermeiden, was Angst macht, unangenehm ist, schwer fällt.
Manchmal merkt man erst am Ende eines Weges, wie wertvoll das gemeinsame Gehen war. Wie viele Spuren geblieben sind. Im Herzen, im Denken, im Sein. Jetzt stehe ich vor so einem Ende. Und Abschiede sind selten leicht. Vielleicht auch, weil sie etwas von uns mitnehmen, die Gewohnheit, das Vertraute, das Gefühl von "Wir". Doch ein Ende bedeutet nicht nur Verlust. Es öffnet auch einen Raum für Erinnerung, für Dankbarkeit, für neues Weitergehen. Erinnerungen sind leiser als alle Worte, zarter als jedes Bild und doch tragen sie ein Gewicht, das uns oft erst bewusst wird, wenn uns bewusst wird, dass manches "nur noch" eine Erinnerung sein wird. Sie sind mehr als nur vergangene Zeit, sie sind das, was bleibt, wenn Momente längst Vergangenheit sind. Manchmal sind sie ein Licht, das uns wärmt. Manchmal auch ein Schatten, der uns fesselt, doch immer sind sie Teil dessen, wer wir sind. In ihnen lebt das, was der Moment des Erlebens oft nicht tragen kann : die Tiefe, die Bedeutung des scheinbar kleinen Moments. Sie schenken uns die Nähe zu dem, was einmal war und die Kraft für das, was noch kommt. Sie sind nie Stillstand, sie sind das Weiterklingen dessen, was einmal wichtig war. Sie sind wertvoll, finde ich, denn sie zeigen uns, dass nichts wirklich verloren geht, was wir in uns bewahren.
In den letzten 4 1/2 Jahren durfte ich sehr viele Erinnerungen mit der bke, mit den Mods, mit den Usern, mit mir selbst, sammeln. Sie sind das, was bleibt, wenn der tatsächliche Kontakt nicht mehr geht. Schöne Momente, tiefsinnige Momente, lustige Momente, Rat, Verständnis, Gemeinschaft. Das Loszulassen fällt mir nicht leicht, doch ich weiß, dass ich die Erinnerungen weiter tragen kann und werde.
Danke euch Allen, Mods und Usern, für euer Dasein, euer Begleiten, euer Zuhören, euer Mit-Aushalten... Und für all die unsichtbaren Dinge, die vielleicht nie gesagt wurden, aber trotzdem da waren.
Meine Zeit hier ist noch nicht ganz vorbei, ein paar Zeilen im Kapitel fehlen vielleicht noch, bevor eine neue, leere Seite vor mir liegt, die der Beginn des nächsten Kapitels wird, aber es fühlt sich richtig an, den Abschied jetzt zu gestalten, jetzt diese Worte zu schreiben.
Die bke ist in ihrer Art und Vielfalt einzigartig, die Angebote, die wir User hier haben, übersteigt alles, was man als Unterstützung vor Ort bekommen kann. Die Möglichkeit einer festen Mailberatung und parallel die Einzelchats, beinahe tägliche Gruppenchats, oft auch mehrere am Tag, die Chance, sich täglich im Forum auszutauschen, immer begleitet durch Berater. Natürlich läuft nicht immer alles rund, gibt es Ausfälle, gehen Berater, streikt die Technik😅... aber trotzdem bietet die bke etwas, was so mit nichts vergleichbar ist. Danke an alle Berater, die hier sind und all dies möglich machen. Danke für eure Worte, eure Zeit, eure Denkanstöße und Begleitung. Danke an alle User, die diesen Ort zu dem machen, der er ist, mit all ihren Erfahrungen, Charaktern und dem Wunsch, auch für Andere da zu sein, selbst wenn der eigene Weg sehr hart und schwer ist.
Ich möchte keine einzelnen Namen nennen, weil ich niemanden übergehen möchte, ich wünsche Allen, die mit ihrer Gesundheit kämpfen müssen, dass es ihnen besser gehen wird, sie ihren Kampfgeist und die Hoffnung nicht aufgeben, auch wenn es schwer ist und es keine Garantien gibt. Ich wünsche allen den Mut und Glauben an sich selbst, dass die Schwere jetzt nicht das Ende, sondern nur ein Teil des Weges ist. Dass auch große Schritte nicht unschaffbar sind. Dass Mut nicht bedeutet, keine Angst zu haben, sondern den Weg trotz Angst weiter zu gehen. Ihr seid wertvoll, einzigartig und die Welt ist ein besserer Ort, weil ihr hier seid. Ich wünsche euch von Herzen Menschen, die euren Wert sehen und schätzen und dass ihr euch selbst (irgendwann) genau so schätzen könnt, wie ihr es auch verdient.
Alles Liebe an euch, passt auf euch auf
Girl
Hi Girl,
Danke für das Update. Vieles läuft bei Dir gut, aber nicht immer. Und auch wenn es tatsächlich anstrengend und manchmal auch beängstigend ist: Das Leben ist unberechenbar (da fällt mir doch eine Ode an das Leben ein: "I got life" aus dem Musical Hair"
"I got life, mother
I got laughs, sister
I got freedom, brother
I got good times, man
I got crazy ways, daughter
I got million dollar charm, cousin
I got headaches and toothaches
And bad times too like you"
so schön. Es gibt gute Zeiten und Zahnweh 😃)
Was wollte ich eigentlich schreiben? Ach ja, unberechenbar: Es ist gut, dass das Leben unberechenbar ist. Natürlich ist es auch gut, Pläne zu machen, Sicherheiten zu haben. Aber eben nicht immer.
Ob das jetzt hilft? Keine Ahnung. Eigentlich wollte ich ja nur schreiben: Schön, dass Du Dich gemeldet hast.
Viele Grüße
bke-Stephan
Liebe Feline, liebe Betty,
Danke euch beiden für eure Worte. Es tut mir leid, dass ich mich hier länger nicht gemeldet und dir auch noch nicht richtig geantwortet habe Feline. Danke dir aber sehr für die Gehörschutzkopfhörer und deine Gedanken dazu. Ja, sie waren hilfreich für mich :)
Wie es mir geht ist immer noch sehr tagesabhängig. Manchmal habe ich Tage, an denen vieles in mir stiller ist, ich relativ gut durch die Zeit komme usw. und es gibt Tage, an denen Vieles schwerer wiegt und ich, trotz Fortschritten, oft verzweifelt bin. Was mir ein wenig hilft, ist meinen Blick etwas weiter in die Zukunft zu richten. Ich habe mich das lange nicht getraut, viele Jahre war für mich das Morgen manchmal schon so weit entfernt, dass ich nicht weit geplant oder gedacht habe. Und natürlich ist es auch wichtig, auf seinem Weg nicht nur in die Weite sondern auch in die nähere Zukunft zu blicken. Aber mir selbst diesen Weitblick erst einmal wieder zu erlauben und einen längerfristigen Plan, eine längerfristige Aussicht zu haben, hat mich trotzdem irgendwie "befreiter" fühlen lassen und gefühlt ist die Last dadurch im Moment leichter tragbar. Ich habe im Verlauf der letzten Wochen aber auch mehrere positive Nachrichten bekommen, die meinen Weg in der Zukunft leichter werden lassen. Eine größere Sache, die mich sehr beschäftigt und mich bestimmt auch sehr fordern wird, steht in der nächten Woche noch an. Davor habe ich schon sehr Respekt und ich versuche gerade, mich gut darauf vorzubereiten. Trotzdem bleibt die Angst, weil nicht Alles berechenbar ist.
Alles Liebe
Girl
Liebe Girl,
es ist ein wenig Zeit vergangen und ich habe mich gefragt, wie es dir wohl weiter ergangen ist?
Freundlich-neugierige Grüße
bke-Betty
Liebe Girl,
ich kenne das ziemlich gut, wenn es in einem so laut ist und unterschiedliche Anteile so rumbrüllen und Stress machen. Ich weiß auch, wie schwer das ist zu versuchen das anzunehmen. Es kann sein, dass das völlig merkwürdig klingt und du vielleicht nichts damit anfangen kannst, aber ich schreibe dir trotzdem mal, was mir da schon mal geholfen hat.
Ich nehme mir manchmal, wenn es zu viel und zu laut wird feste Zeiten vor in denen ich nicht funktionieren muss. Und ich versuche das auch an diese lauten Anteile weiterzugeben, dass sie dann genau in dieser Zeit sich austoben können und dürfen. Und wenn diese Zeit nicht ist, dann versuche ich das zu stoppen und sage mir: Nachher um diese Zeit gerne, jetzt bin ich gerade in der Schule/Arbeit/… . Das hilft manchmal, um es zumindest ein bisschen aufzuschieben oder das Gefühl von Kontrolle zu haben. Bei mir ist das so, wenn ich versuche die lauten Stimmen leise zu machen, weil ich sie nicht haben will, dann werden sie erst recht laut. Deswegen versuche ich sie lieber auf eine bestimmte Zeit zu verschieben und höre dann aber wirklich gut hin. (In der Mailberatung lass ich sowas manchmal auch raus, falls es Dinge sind, die gesehen werden wollen) Oder Stimmen, die warnen und Angst haben oder noch gefangen sind in Erinnerungen, denen versuche ich zu helfen und mache etwas zur Beruhigung. Wenn du einen müden Anteil hast, kannst du mal versuchen dich ganz bewusst für diesen Anteil oder dieses Gefühl eine halbe Stunde ins Bett zu legen oder was dir sonst gut tut, um wieder Kraft zu finden. In der Therapie habe ich gelernt, dass total wenig über Sprache ankommt bei solchen Anteilen/Gefühlen, die noch irgendwie feststecken. Viel funktioniert über den Körper. Eine Decke, ein Tee, malen, Atemübungen, Progressive Muskelrelaxation (da habe ich Übungen aus der Therapie, die sind eigentlich für Kinder, aber mir macht das mehr Spaß, als das für Erwachsene. Kann ich dir gern schreiben, wenn dich das interessiert), Sand fühlen, Barfuß laufen, usw. oder Tiere streicheln (falls vorhanden), was spielen, aber du kennst mit Sicherheit selbst genug von diesen Dingen. Und je nachdem, ob das Gefühl jetzt eher Beruhigung sein soll oder doch was anderes, braucht man ja auch andere Möglichkeiten.
Es ist total schwer das auszuhalten, wenn es so laut und unruhig ist und es nicht weniger wird, egal was man tut. Ich weiß auch, dass es schwer ist, das abzulegen von sich selbst enttäuscht zu sein. Aber du hattest oder hast eine schwere Zeit und nur, weil manche Dinge im Außen vielleicht vorbei sind, sind sie es Innen noch lange nicht. Das muss erstmal ankommen. Und es geht auch nicht weg, nur weil der Kopf Dinge versteht und sich erklären kann… Leider. Das Gefühl muss da erstmal hinterher kommen. Ich will dir noch sagen, dass alles was da ist, das hat seine Berechtigung und es kommt nicht ohne Grund und es kommt nicht, um dich zu ärgern. Du darfst das alles fühlen, auch die Widersprüchlichkeit. Stell dir vor, du würdest diesen Schritt überspringen und es würde dir direkt gut gehen? Das würde den Schmerz und das Leid der letzten Jahre nicht würdigen. Aber es darf neben dem Schmerz und dem Leid auch etwas Neues, Schönes entstehen. Vielleicht darf eine Zeit lang auch beides da sein. Es darf schlecht sein und du darfst schöne neue Dinge finden. Mir passiert das auch oft, dass es für mich immer nur schwarz oder weiß gibt, aber es kann auch alle Farben zur selben Zeit geben.
Sorry, für das viele Gerede. Kurz halten ist nicht meine Stärke. Aber vielleicht war ein hilfreicher Gedanke dabei.
Ich schicke dir für den Moment einfach mal Gehörschutzkopfhörer in deiner Lieblingsfarbe. Auch, wenn man immer hinhören soll und so, aber man darf auch mal ne Pause machen!
Alles Liebe
Feline
Hallo Girl,
ich glaube, du hast Betty schon richtig verstanden, dass du deine Stimmen als einen Teil von dir oder auch mehrere Teile von dir annehmen könntest.
Kannst du dir vorstellen, wenn sie laut brüllen und die Kontrolle zu übernehmen scheinen, dass du ihnen 5 Minuten Gebrüll erlaubst und sie dann wieder in ihre Ecke verweist?
Sei geduldig und gnädig mit dir selbst. Es braucht Zeit.
Was kann dir denn heute etwas Kraft geben?
Lieben Gruß.
bke-Fritzi
Liebe Betty,
Danke dir für deine Antwort.
Ich weiß nicht so recht , wie du es meinst, wenn du sagst, ich soll mich mit ihnen versöhnen. Meinst du es in die Richtung, dass ich sie versuchen soll anzunehmen? Ich versuche sehr, sie nicht als "Gegner" zu sehen, sondern als Teil von mir, doch das fällt mir sehr schwer, da sie diese vielen widersprüchlichen Gefühle auslösen, die mir die Kraft nehmen, gut mit ihnen umzugehen. Ich habe versucht oder versuche immer noch, die negativen Stimmen leiser zu bekommen, durch verschiedene Übungen, Imaginationen etc. Aber wenn sie so laut brüllen, haben sie die Kontrolle, nicht ich. Ich versuche, dass sie Gehör bekommen, ich mich intensiver mit ihnen auseinandersetze und auch versuche, zu verstehen, warum sie so sind, was sie mir aufzeigen möchten, welchen "Sinn" sie haben. Manches ist mir vielleicht schon klarer geworden, das macht aber das Aushalten irgendwie nicht einfacher. Und daran verzweifle ich gerade sehr, denn ich weiß nicht mehr, wie ich das Aushalten schaffen soll. Mir fehlt irgendwie die Kraft. Und ich bin auch enttäuscht von mir selbst, weil ich so gern an einem ganz anderen, fortgeschritteneren Punkt stehen würde, als ich es tue. Dann bricht es manchmal aus mir heraus, dass ich keinen Sinn mehr sehe.
Liebe Grüße
Girl
Liebe Girl,
wie wäre der Gedanke, sich mit den Stimmen zu versöhnen?
Was könntest du ihnen sagen, damit sie sich ausruhen können?
Liebe Grüße
bke-Betty
Neuanfang klingt so schön, so befreiend. Bis man merkt, dass es nur das nächste Gefängnis ist.
Die inneren Stimmen zerren an mir, drohen mich zu zerreißen. Eine klagt müde und schwer, trägt die Last der unaufhörlichen Schlacht, die kein Ende kennt, nur Kreise zieht. Eine andere schreit leise, wütet gegen die Schatten, die an mir nagen und verbrennt sich an den Erinnerungen, die unaufhörlich in mir toben. Die nächste versucht zu trösten und zu halten, während die Welt zerfällt und wieder aufersteht. Das unaufhörliche Ringen mit mir selbst, die Stimmen verschmelzen zu einer und ich weiß gar nicht mehr, wie mir geschieht.
Ein neuer Kampf. Und ich bin einfach nur noch müde und möchte endlich meinen Frieden.
Hallo Girl, und hallo, mitüberlegende, weitere Forumis,
bei dem Kafka – Zitat klingelte etwas in meinem Gedächtnis. Ich wollte auch etwas zu diesem Satz oder Gedanken Kafkas schreiben. … Dann musste ich die Kafka – Ausgabe finden, die ich brauchte, ich hatte sie nicht zur Hand. Dann war viel los und ich dachte, ich muss große Ruhe haben, um was zu schreiben. … So schiebt sich das immer weiter, wenn „man“ nicht zur Tat schreitet. – Ich nehme den Moment Energie, der jetzt da ist. - Und setze das jetzt einfach rein.
Mir ist das Kafka – Wort im Rahmen einer sehr intensiven Aphorismen oder Gedanken – Reihe begegnet, die Kafka wohl um 1917/1918 formuliert hat. – In der Reihenfolge, die Kafka selbst überlegt und nummeriert hat, hat der Satz vom „Unzerstörbaren in sich“, den Girl mitteilt (also im Wortlaut: Theoretisch gibt es eine vollkommene Glücksmöglichkeit: An das Unzerstörbare in sich glauben und nicht zu ihm streben.), … die Nr. 69. – Spannend ist dazu noch die folgende Nr. 70/71 „Das Unzerstörbare ist eines; jeder einzelne Mensch ist es und gleichzeitig ist es allen gemeinsam, daher die beispiellos Untrennbare Verbindung der Menschen.“ –
Texte von Kafka können irritierend und verstörend wirken – aber auch klärend, befreiend, wunderbar unabhängig von allem sonst so Gedachten oder Geschriebenen. – Den Text, mit dem uns Girl beschäftigt (fall wir an ihm etwas drangeblieben sind): ich finde, dass er etwas sehr Stärkendes und auch Befreiendes hat. Ganz einfach, weil er sagt: in uns ist etwas, das nicht kaputt zu kriegen ist. Es bildet die Grundlage für unsere Möglichkeit, im Glück zu sein. – Manchmal fühlen wir uns unendlich weit von der Möglichkeit des Glücks entfernt. Wir können an einem Punkt sein, an dem wir glauben, dass es „Glück“ für uns nicht (mehr oder weiterhin) geben kann – oder sogar nie gegeben hat.– Da nimmt so ein Gedanke auf jeden Fall eine andere Perspektive ein.
Kafka sagt ausdrücklich, dieses „Unzerstörbare“ sei etwas, „in“ uns, an das wir glauben sollen. – Und insofern ist es nichts, meine ich, was messbar oder sichtbar ist. – Das erste, das mir in den Sinn kommt, wenn ich mir etwas Unzerstörbares im Menschen denke, das ist, was unsere „Würde“ genannt wird. – Auch sie scheint mir etwas zu sein, dass nur zu glauben ist – auch wenn aus dieser Würde sämtliche Menschenrechte sich ableiten. – So, wie unsere Würde etwas „Unbedingtes“ ist, und weder verdient werden muss noch verdient werden kann, denn sie ist eine unverdiente Geburtsgabe, so muss und kann auch dieses „Unzerstörbare“, das Kafka wohl im Sinn hat, nicht von uns oder anderen irgendwie aktiviert oder de-aktiviert werden. Es ist – aus sich heraus - da. Es gehört zu uns oder wir zu ihm – und gleichzeitig sind wir es nicht einfach oder es ist nicht einfach wir. … Sonst würde Kafka nicht direkt danach in Nr. 70/71 schreiben, dass es „jeder einzelne Mensch ist und gleichzeitig ist es allen gemeinsam “.
Das „Streben“ zu diesem Unzerstörbaren scheint das „heilsame“ Verhältnis zu ihm nicht zu befördern. Also soll unser Verhältnis zu ihm nicht ein „strebsames“ sein, sondern ein anderes – ich würde schlicht sagen: ein vertrauendes. Und – da stimme ich meiner Kollegin und Girl zu – das Unzerstörbare in uns braucht so ein „Streben“ zu ihm von uns gar nicht. Es ist ein Licht, in dem wir uns erkennen können; eine Stimme, die uns zu uns selbst führt. Es will, dass wir sind. – Ohne ein Kafka – Kenner zu sein: wer etwas von ihm und über ihn gelesen hat, weiß: sein Vertrauen in dieses Unzerstörbare ist von einem schlichten Optimismus weit entfernt. Er war einer, der sich das erringen musste – wie wohl Viele von uns es auch zu tun versuchen.
So weit jetzt. –
Danke, Girl, und Danke denen, die sich auch drauf einlassen.
-
LG,
bke - Christian
Liebe Betty,
Danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Gedanken mit mir zu teilen. Entschuldige, dass die Antwort so spät kommt, ich hatte noch etwas gewartet, ob noch andere Sichtweisen dazu kommen.
Ich verstehe es sehr ähnlich wie du. Dass es einen Teil in uns gibt, der nicht zerstört werden kann, wenn ich aber davon ausgehe, dass ich ihn in irgendeiner Form noch erreichen muss, würde es bedeuten, dass er (noch) nicht da ist, was wiederum die komplette These, dass er ja schon da ist, in Frage stellen würde. Der Schlüssel ist in meiner Ansicht, darauf zu vertrauen und daran zu glauben, dass er da ist, also nicht etwas, was man erreichen kann und muss. Ich finde den Gedanken spannend, tue mich aber manchmal etwas schwer, auf etwas zu vertrauen, was ich nicht "beweisen" kann. Ich hatte das Thema schon einmal mit meiner Mailberaterin. Ich möchte gerne verstehen, sichtbar haben, ausschließlich darauf zu vertrauen fällt mir sehr schwer. Wir haben tatsächlich ein paar Punkte gefunden, die, wenn ich mich darauf einlasse, einen Rückschluss auf dieses Unzerstörbare sein könnten. Ich möchte es öffentlich nicht ausführen, was genau. Vielleicht hat mich deswegen dieses Zitat so sehr angesprochen. Ich merke aber, dass ich auch immer wieder den Zugang dazu verliere, wenn es sehr schwer oder düster in mir ist, verfliegt dieses bisschen Vertrauen darin komplett. Dabei würde ich es in diesen Zeiten ja am meisten brauchen.
Zur Zeit geht es mir oft nicht gut, ich versuche, nicht zu tief zu versinken, stoße aber an meine Grenzen. Und ich fühle mich sehr allein damit. Ich kämpfe sehr viel und oft alleine, mache vieles mit mir selbst aus, frage nicht oft nach Hilfe oder suche nicht oft nach Verständnis, auch wenn ich mir das oft sehr wünsche. Aber selbst das bisschen Raum, das ich im Leben anderer einnehme, in dem ich nicht einfach funktioniere, für sie da bin, Scherze, sondern kurz zeige, dass es bei mir auch nicht immer rosig ist, ich gerade auch kämpfe, einfach nur für kurz Entlastung möchte, scheint gerade zu viel zu sein. Und das tut einfach sehr weh. Ich ziehe die Mauern um mich wieder viel höher, als sie mal waren. Das macht es schwer, mich selbst weiter zu bewegen.
Liebe Grüße
Girl
Theoretisch gibt es eine vollkommene Glücksmöglichkeit: An das Unzerstörbare in sich glauben und nicht zu ihm streben
Mich würde, bevor ich meine Gedanken teile, interessieren, was Anderen dazu für Gedanken kommen. Vielleicht möchte sie ja jemand teilen.
Das ist aber ein interessantes Zitat - danke fürs teilen, Girl!
Ich verstehe es so, dass ich, wenn ich daran glaube, weiß, dass es für mich da ist. Wenn ich strebe, dann möchte ich ja dahin, es also erlangen. Das setzt voraus, dass ich es noch nicht in mir trage, also aktuell im Mangel bin. Wenn ich danach strebe, ist auch die Frage, wann ich denn dann auch merke, dass ich das Unzerstörbare in mir erreicht habe. Woran würde ich es merken? Wenn ich davon ausgehe, dass es bereits da ist und daran glaube, LEBE ich diesen Teil vielleicht auch schon längst aus? Wie heißt es doch so schön - der Glaube versetzt Berge?
Neugierige Grüße, welche Gedanken wohl noch so kommen
bke-Betty
Hey Stephan,
Danke dir für deine Ermunterung und Worte. Ich weiß, dass nur ich selbst meinen Weg gehen kann, dass es niemand für mich tut, dass ich selbst aktiv sein muss, versuchen, ausprobieren etc... Und manchmal auch einfach aushalten, wenn die Kraft gerade für mehr nicht reicht. Ich suche immer noch nach meinen Kraftquellen, nach Strategien, wie es besser werden kann, die mir helfen. Vieles habe ich schon versucht, manches hilft besser, manches weniger oder gar nicht. Ich versuche, auch an den schwersten Tagen nicht einfach zusammenzubrechen und zu denken "was solls, ist eh alles sinnlos", auch wenn es Tage gibt, an denen es so ist, an denen es mir nicht gelingt, egal wie sehr ich es versuche.
Vor ein paar Tagen wurde ich auf ein Zitat aufmerksam gemacht und denke seitdem öfter darüber nach. Es ist von Franz Kafka
Theoretisch gibt es eine vollkommene Glücksmöglichkeit: An das Unzerstörbare in sich glauben und nicht zu ihm streben
Mich würde, bevor ich meine Gedanken teile, interessieren, was Anderen dazu für Gedanken kommen. Vielleicht möchte sie ja jemand teilen.
Liebe Grüße
Girl
Guten Morgen Girl,
ok, wenn ich Deine Formulierung demnächst verwende, werde ich dazu sagen, dass ich sie von einer jungen Frau geklaut habe, von der ich bei der Arbeit lernen durfte. Es ist gut, dass Du Dinge ausprobierst, nicht aufgibst und bereit bist, Dich zu reflektieren. Das macht bestimmt auch anderen Mut. Es heißt leider nicht, dass es gelingt. Aber ohne es zu tun, ändert sich nichts.
Ganz viele morgendliche Positivgrüße,
bke-Stephan
Hey Stephan,
Es ist eine Girl interpretierte Umformulierung dessen, was durchaus bekannt ist : dass sich Gefühle und Gedanken gegenseitig beeinflussen. Ob es den Ausdruck "Die Gefühle folgen den Gedanken" auch durch jemanden Anderen schon gibt, weiß ich nicht, so klingt es für mich aber schlüssig und irgendwie ein bisschen "vereinfachter".
Ich habe die letzten 2 Wochen auch den Denkanstoß von Kira mal ausprobiert, also darauf zu achten, welche Gedanken so die ersten sind, die man morgens hat und festgestellt, dass die Tage, die sich dann durchweg schwerer anfühlen, die sind, an denen schon die ersten Gedanken morgens eher schwer und dunkler sind, oder negativer. Ob es gelingen kann, die Tage, auch die an sich Schwereren, ein wenig einfacher zu machen, indem ich mehr darauf achte, sie morgens gleich in eine positivere Richtung zu lenken, muss ich noch ausprobieren, wollte ich heute eigentlich mit anfangen, aber so wirklich gelungen ist es mir noch nicht. Ich habe mich später ertappt, dass ich nicht wirklich konsequent war und irgendwie in das Muster, den Gedanken ihren Lauf zu lassen, verfallen bin. Da brauche ich auf jeden Fall noch ein wenig Übung.
Liebe Grüße
Girl
...das ist ein sehr passendes Prinzip: "die Gefühle folgen den Gedanken" Sollte die Formulierung von Dir sein: Die gehört in ein Lehrbuch. Falls sie nicht von Dir ist: Trotzdem genial. Weil, genau so kann (muss aber leider nicht) es funktionieren. Das ist etwas, was uns Menschen ausmacht (sogar einige Tiere können sich auf andere Gedanken bringen, Raben, die auf einem verschneiten Dach runter rutschen und das ständig wiederholen, so gibt es sicher keinen "Raben-Blues"). Wir können unsere GEfühle beeinflussen. Manchmal wollen wir das nicht. Manchmal geht es nicht. Und es ist nie leicht. Ok, oft nicht leicht. Aber es geht.
Viele Grüße
Hey Stephan,
Natürlich gibt es auch ein "anders" wie nur schwarz, schwer und traurig. Das Gegenteil würde ich nie behaupten. Es gibt Tage, da fällt es leichter, auch die anderen Seiten zu zeigen, manchmal ist es schwerer... Und in meinem Fall ist es manchmal auch einfach der Versuch, durch das von mir erzwungene zeigen einer z.B. humorvollen Seite, meine Stimmung selbst anzuheben, selbst wenn mir eigentlich nicht danach ist. So nach dem Prinzip "die Gefühle folgen den Gedanken", verstehst du, wie ich es meine? Manchmal gelingt das ganz gut, aber nicht immer. Und gerade hat mich das Schwerere fester im Griff, als es mir selbst lieb wäre, da finde ich einfach alles unendlich anstrengend. Was wäre morgen ein ganz klein wenig besseres Leben? Vielleicht, wenn es morgen zumindest zeitweise möglich wäre, auch die anderen Seiten, die Positiven, zu spüren und zu "leben", ohne, dass es ein Kampf ist, weil es eigentlich nicht das ist, wie es sich anfühlt. Wenn das Positive ein ganz klein wenig leichter zu erreichen wäre.
Wünsche dir einen ruhigen Abend
Liebe Grüße
Girl
Hallo Girl,
jetzt geht es Dir gerade nicht so gut und Du hast das Gefühl, dass es schon so lange nicht mehr gut war. Ich erlebe Dich hier im Forum anders, unterstützend, humorvoll, schlau .... Es ist also was da 😀. Und deshalb stelle ich Dir eine schwere Frage. Du schreibst, dass Du früher wusstest, was ein gutes Leben sei. Was wäre denn morgen ein ganz klein wenig besseres Leben?
Viele zuversichtliche Grüße schickt
bke-Stephan
Liebe Feline,
Wahrscheinlich hast du recht, vielleicht muss ich erstmal Ruhe finden, ankommen, klarer werden und dann ausprobieren. Von jetzt auf gleich wird es nicht gehen. Und es wird vermutlich helfen, dass ich zumindest noch eine Ahnung davon habe, was ein Leben ist, was ich (zumindest früher) mochte usw. Danke dir für deine lieben Worte und deine Zeit :)
Heute bzw. die letzten 2 Tage merke ich das auch sehr, dass gerade nicht viel geht, ich schnell sehr frustriert bin und irgendwie nicht so recht weiß, wohin mit mir. Auch wenn manche Dinge vorbei sind, wird es wohl auch immer noch dunkle Tage geben, in denen mich vieles gefangen hält. Solche sind wohl gerade. Ich hoffe nur, ich kann irgendwann besser mit ihnen umgehen.
Alles Liebe
Girl